Intensiver Dialog

Interview mit F.R.A.N.Z. Teilnehmer Friedhelm Dickow - "Es macht Spaß, Landwirtschaft und Naturschutz zu vereinen."
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Der Betrieb von Friedhelm Dickow in Niederbayern liegt im Landkreis Dingolfing-Landau. Gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn baut der Landwirt auf 70 Hektar konventionell Mais, Weizen und Gerste an. Die Feldfrüchte dienen v.a. der Versorgung der Tiere - 120 Mastbullen und Ferkelaufzucht mit 1.600 Plätzen. Seit 2005 betreiben die Dickows zusammen mit vier weiteren Betrieben eine Biogasanlage. Für die dbk beschreibt Landwirt Dickow seine Motivation, an F.R.A.N.Z. teilzunehmen, spricht über Hürden und Hemmnisse und wie Naturschutz noch besser funktionieren könnte.


Herr Dickow, seit wann sind Sie im Projekt dabei und was war die wichtigste Motivation für Sie?

Dickow: Im F.R.A.N.Z.-Projekt bin ich von Beginn an dabei. Die ersten Maßnahmen erfolgten im Frühjahr 2017 mit der Ansaat verschiedener Blühstreifen. Bei dem Projekt faszinierte mich die gemeinsame Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz. Man redet viel übereinander, aber selten miteinander. Für mich ist auch die wissenschaftliche Begleitung sehr wichtig. Die Frage, ob und wie ein intensiv wirtschaftender Betrieb mit wirtschaftlich tragfähigen Naturschutzmaßnahmen zur besseren Artenvielfalt beitragen kann, und das wissenschaftlich nachgewiesen, war meine größte Motivation mitzumachen.

Welche konkreten Naturschutzmaßnahmen setzen Sie um?

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Dickow: Mittlerweile sind es acht verschiedene Maßnahmen. Drei Maßnahmen rotieren jährlich auf den Flächen: der Anbau von Stangenbohnen im Mais, die Feldlerchenfenster im Winterweizen und die Herbizid-freie Kleeuntersaat in der Wintergerste. Die anderen fünf Maßnahmen sind mehrjährig angelegt. Dazu zählen die Blühstreifen mit autochthonem Saatgut, die Blühstreifen zur Wildlebensraumverbesserung, das blühende Vorgewende, die regionale Wildartenwiese und das extensive Dauergrünland. Im ersten Jahr betrug der Anteil der Maßnahmen etwa 5 Prozent meiner landwirtschaftlichen Fläche. Heute sind es mehr als 10 Prozent.
 
 
Quelle: dbk, Mária Klaudies
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