Feldflorareservat Pfleimberg bei Titting

© BKLS, Extensiv bewirtschafteter Kalkscherbenacker mit zahlreichen Ackerwildpflanzen am Pfleimberg.
Vielerorts ist das einst typische Spektrum der Ackerwildkrautflora durch die Intensivierung der Landwirtschaft oder die Aufgabe von Grenzertragsstandorten verschwunden. Am Pfleimberg bei Titting konnte jedoch eine charakteristische historische Agrarstruktur mit kleinen Ackerparzellen, Lesesteinriegeln und beweideten Hutungen erhalten werden. Die flachgründigen Kalkscherbenäcker bieten Lebensraum für zahlreiche gefährdete Ackerwildkräuter, darunter das Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis), das Rispen-Lieschgras (Phleum paniculatum) und der Echte Frauenspiegel (Legousia speculum-veneris). Für viele Ackerwildkrautarten der Roten Liste Bayern und Deutschland ist dies das bedeutendste Refugium in Oberbayern, das somit auch von landesweiter, wenn nicht gar nationaler, Bedeutung ist.

© BKLS, Das Sommer-Adonisröschen ist eine bayernweit gefährdete Ackerwildkrautart, die im Feldflorareservat „Pfleimberg bei Titting“ erhalten werden soll.
Im Rahmen des Ersatzgeldprojektes „Feldflorareservat Pfleimberg bei Titting“ setzen sich der Landkreis Eichstätt und die Biodiversitätsgemeinde Markt Titting seit 2020 für den Erhalt der Artenvielfalt auf dem Pfleimberg und die langfristige Sicherung durch geeignete Bewirtschaftungsmethoden ein. Die Bayerische KulturLandStiftung betreut zusammen mit dem ortsansässigen Landwirt die ackerwildkrautfreundliche Bewirtschaftung der größtenteils landkreis- und gemeindeeigenen Flächen und übernimmt das Monitoring der Ackerwildkrautflora.

Kooperationspartner: Lehrstuhl für Renaturierungsökologie, Technische Universität München.

Finanzierung: Landkreis Eichstätt mit Ersatzgeldern des Bayerischen Naturschutzfonds.
 
Ansprechpartnerin: Marion Lang  
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