Hintergründe

Eingriff in der Natur dauerhaft ausgleichen
 
© Eingriff Gewerbepark, Foto: BKLS
Werden Straßen gebaut oder Gewerbe- und Siedlungsflächen erschlossen verschwindet ein Stück freie Landschaft unter Asphalt und Beton. Diese Flächen boten bisher Pflanzen und Tieren eine Heimat, häufig wurden sie zudem landwirtschaftlich genutzt. Der Vorhabenträger hat diesen "Eingriff in der Natur" dauerhaft auszugleichen. Diese Verpflichtung basiert auf der Eingriffsregelung des Bundesnaturschutzgesetzes (§13ff) und ist verbunden mit einem hohen Maß an Verantwortung aller Beteiligten für unsere Kulturlandschaft und deren naturschutzfachlichen Ausstattung.

Die Planung der geforderten Naturschutzmaßnahmen wird gemeinsam mit den Behörden und den beauftragten Landschaftsplanern im sogenannten "Landschaftspflegerischen Begleitplan" dargestellt und innerhalb der behördlichen Verfahren (z.B. Planfeststellungsverfahren, Bauleitplan, etc.) festgesetzt. Zusätzlich ist die Beauftragung geeigneter Maßnahmenträger wie unserer Stiftung zielführend, um die Umsetzung- und Pflegekoordination der Maßnahmen verantwortungsvoll und zielgerichtet auf Dauer durchzuführen.

Eingriffe in Natur und Landschaft sind notwendig, um wichtige Infrastrukturmaßnahmen und teilweise auch die Sicherheit der Bevölkerung (z.B. Hochwasserschutz) zu gewährleisten. Dennoch gilt es vorerst zu überlegen, ob der jeweilige Eingriff vermeidbar, bzw. minimierbar ist. Erst dann  muss der Eingriff hochwertig kompensiert werden. Voraussetzungen für hochwertige Maßnahmen sind das sorgfältige Flächen- und Maßnahmenmanagement, die gewissenhafte Herstellung sowie die dauerhafte Pflege und Betreuung der Kompensationsmaßnahmen.

© Aussaat Rohrbach, Foto: BKLS
Unser Ziel ist es multifunktionale Konzepte zu schnüren. Viele Facetten des naturschutzrechtlichen Ausgleichs nach dem Bundesnaturschutzgesetz und dem Bayerischen Naturschutzgesetz, des Artenschutzrechts der EU, sowie den forstrechtlichen Ausgleich nach dem Bayerischen Waldgesetzes sind miteinander kombinierbar. Dies trägt dazu bei gemeinsam mit dem Landnutzern Ideen zu entwickeln schonend mit der endlichen Ressouce "Fläche" umzugehen und gleichzeitig den Ansprüchen des Naturschutzes gerecht zu werden.

Der direkte Kontakt zu den Land- und Forstwirten steht bei unserer Arbeit im Mittelpunkt. Eine langfristige nachhaltige Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen lebt von der gemeinsamen Planung, Umsetzung und Reflexion des Erfolges.

 
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