Hochwasserschutz Niederalteich - Umsetzung von CEF-Maßnahmen

© BKLS, Wintergetreide mit doppelten Saatreihenabstand und Kiebitzfenster
Der Hochwasserschutz entlang der Donau hat seit den Ereignissen im Jahr 2013 mehr denn je an Bedeutung gewonnen. Auch in Niederalteich sollen in Zukunft Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um die Gemeinde vor Extremereignissen zu schützen. Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern, vertreten durch die Rhein-Main-Donau Wasserstraßen GmbH, ist hierbei Projektträger.
Der Neubau der technischen Schutzmaßnahmen an der Donau führt zu Eingriffen in die bestehende Landschaft und beeinträchtigt in Folge die Entwicklung bedrohter Feldvogelarten, wie Kiebitz und Feldlerche. Diese Beeinträchtigungen müssen auf Basis von EU-Recht minimiert und ausgeglichen werden.

Auf Basis von produktionsintegrierten Kompensationsmaßnahmen mit den ortsansässigen Landwirten wird nun der Ausgleich auf diese Art und Weise durchgeführt, z.B. Brachestreifen, Lerchenfenster, Kiebitzfenstern und Blühflächen.
 
 
16.06.2017 - Landwirte entdecken Naturschutz als Betriebszweig
Beitrag im Landwirtschaftlichen Wochenblatt, Autorin Hannelore Summer
 
© Hannelore Summer; Landwirte informierten sich über Bewirtschaftungsruhe, breiten Reihenabstand und eine Brachfläche
© Hannelore Summer; Dominik Himmler von der KulturLandStiftung erklärte, was den Wiesenbrütern nutzt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Robert Schnell ist genauso überrascht, wie seine Berufskollegen: Im Oktober hat der Landwirt aus Niederalteich Winterweizen ausgesät – im dreifachen Reihenabstand. Weil er an dem Programm Produktionsintegrierte Kompensation (PIK) der Bayerischen Kulturlandstiftung teilnimmt, durfte er die Fläche ab dem 15. März nicht mehr bearbeiten. Das Getreide wächst und gedeiht ohne Pflanzenschutz, ohne Düngung. Gesund und kräftig stehen die Halme in dicken Reihen, erste Staubblätter spitzen aus den Ähren. „Es kommt genügend Luft an die Pflanzen, da ist es für Pilze nicht feucht genug“, vermutet er. Den Weizen, den er nach der konventionellen Methode einreihig dicht angebaut hat, hat er schon einmal mit einem Fungizid behandeln müssen. Auf welchem Feld er mehr erntet und wie groß der Unterschied ist, wird sich zeigen. „Ich bin experimentierfreudig“, sagt er.
 
Den kompletten Zeitungsartikel können Sie hier downloaden.
Niederalteich Hochwasserschutz (27.01.2018)
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