In Oberfranken und der Oberpfalz müssen die Transportkapazitäten des Ostbayernrings erhöht werden, um die Stromversorgung dieser Region zu sichern und zunehmend Strom aus erneuerbaren Energien bereitzustellen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der TenneT TSO GmbH.

© TenneT TSO GmbH, Ersatzneubau Ostbayernring - Leitungsverlauf von Redwitz nach Schwandorf
Der Ersatzneubau der 380-kV-Freileitung befindet sich derzeit im Genehmigungsverfahren und erfordert die Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft. Im Auftrag von TenneT führt die Bayerische KulturLandStiftung produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen auf wechselnden Flächen für die Feldlerche durch. In Kooperation mit dem Planungsbüro Ifuplan wurde eine Suchraumanalyse entlang der geplanten, rund 185 km langen Stromtrasse durchgeführt, um geeignete Potentialflächen für die Feldlerche zu ermitteln.

Aktuell sucht die Bayerische KulturLandStiftung für diese spezifischen Flächen nach Kooperationspartnern in der Landwirtschaft, welche artenschutzrechtliche Maßnahmen für die Feldlerche umsetzen möchten.

Zu den Maßnahmen zählen:
  • Ein- oder mehrjährige Blühstreifen oder -flächen, die mit einer angepassten, gebietseigenen Saatgutmischung auf ganzen Schlägen oder Teilflächen eingesät werden;
  • Ackerbrachestreifen oder -flächen mit Selbstbegrünung nach erfolgter Bodenbearbeitung;
  • Ackerwildkrautstreifen oder -flächen, die bei geeigneten Standortbedingungen, z.B. niedriger Ackerzahl, mit gebietseigenem Saatgut angereichert werden können;
  • Extensiver Ackerbau im Sommer- oder Wintergetreide mit Dünge- und Herbizidverzicht sowie doppeltem oder dreifachem Saatreihenabstand;
  • Feldlerchenfenster als Saatlücken im Wintergetreide (nur in Kombination mit Blüh- oder Brachestreifen).
© BKLS, Blühstreifen für die Feldlerche mit gebietseigenem Wildpflanzen-Saatgut
Besonders erwünscht ist dabei die Kombination von verschiedenen Maßnahmen, z.B. als Kombinationsbrache aus Blühstreifen und Ackerbrache. Die Maßnahmen erfordern keine Eintragung in das Grundbuch und können in jährlicher Rotation umgesetzt werden, sodass Ackerstatus und Betriebsprämie erhalten bleiben. Die Bayerische KulturLandStiftung schließt dabei Bewirtschaftungsverträge über mindestens fünf Jahre ab und übernimmt die institutionelle Sicherung für den Eingriffsverursacher.

Weitere Informationen finden Sie im Projektflyer.

Für Fragen steht Ihnen die Projektleiterin Marion Lang zur Verfügung. 
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