Bunt und vielfältig soll es werden im Feldflorareservat in Andechs

Am 21.05.2026 trafen sich die Projektpartner des neuen Feldflorareservates in Andechs um eine Informationstafel am Rand der Äcker aufzustellen, die sich zu einem Refugium für seltene Ackerwildkrautarten entwickeln sollen.

Die Tafel informiert die Besucher darüber, dass diese Äcker besonders behutsam bewirtschaftet werden, um den gefährdeten Arten, wie Finkensame, Acker-Rittersporn oder Echten Frauenspiegel eine langfristige Überlebenschance zu bieten.

Das geht nur in enger Absprache und Kooperation mit den Landwirten, die die Felder bewirtschaften. Georg Scheitz ist einer davon und als Biobauer „der ersten Stunde“ sehr erfahren in schonenden Anbaumethoden. Marion Rasp und Malou Czibeck von der Bayerischen KulturLandStiftung betreuen das Projekt mit ihrer Fachkompetenz, denn es geht darum seltene konkurrenzschwache Arten zu fördern, aber gleichzeitig wuchskräftige Problemunkräuter in Schach zu halten.

Die Ackerflächen, auf denen das Feldflorareservat entstehen soll, gehören der Schutzgemeinschaft Ammersee e.V.. Dessen Vorsitzender Markus Layritz konnte schildern, wie artenreich die Ackervegetation war, als die Landwirtschaft noch kleinflächig und extensiv betrieben wurde, mit vielen Feldrainen zwischen den Anbauflächen. Bei der intensiven, großflächigen Bewirtschaftung mit hohen Düngergaben und dem Einsatz von Pestiziden haben viele Arten kaum mehr Überlebenschancen. Deshalb engagiert sich die Schutzgemeinschaft auch in diesem Bereich.

Teile der Ackerflächen sind bisher konventionell bewirtschaftet und dieses Jahr zum ersten mal nicht mehr gespritzt worden. Die erste Kartierung am 21.05.2026 hat ergeben, dass schon einzelne wertgebende Arten auf der Fläche vorkommen. Dazu gehören die Acker-Lichtnelke, der Gezähnte Feldsalat und die ersten Exemplare vom Acker-Rittersporn und dem Echten Frauenspiegel.

Die Projektpartner hoffen nun, dass sie mit dem Infoschild Interesse für die Bedeutung dieses Feldflorareservates und die seltenen Ackerwildkräuter wecken können.

Bayerische KulturLandStiftung