Biotopersteinrichtung im Herbst 2022 durch Aussaat einer gebietseigenen Saatgutmischung. Die niedrigwüchsige mehrjährige Blühfläche soll der Feldlerche eine Ruhe- und Fortpflanzungsstätte bieten.
Der Bau des Interkommunalen Gewerbegebietes Bruckbachs (Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm, Marktgemeinde Wolnzach, Gemeinde Rohrbach) führt zu unvermeidbaren Eingriffen in Natur und Landschaft. Für den Träger solcher Vorhaben (Trend Immobilien GmbH) ergibt sich bereits auf der Planungsebene die gesetzliche Verpflichtung zur Festlegung von Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Normalerweise werden für solche Kompensationsmaßnahmen landwirtschaftliche Flächen gekauft und hierfür in Anspruch genommen.
Das erste Projekt zur Produktionsintegrierten Kompensation auf wechselnden Flächen in Bayern wurde bereits im Jahr 2012 gemeinsam mit der Regierung von Oberbayern und der Unteren Naturschutzbehörde als Pilotprojekt noch vor der Einführung der Bayerischen Kompensationsverordnung geplant und umgesetzt. Wichtige Erkenntnisse bei der Umsetzung derartiger Maßnahmen konnten für die Praxisreife der Folgeprojekte der BKLS ermittelt werden.
Die Feldlerche (Alauda arvensis) ist ein Feldvogel des Offenlandes, der am Boden brütet. Durch die Ertüchtigung der 380kv – Freileitung wird der Lebensraum der Feldlerche beeinträchtigt und muss in der Region Simbach am Inn (Landesgrenze zu Österreich) kompensiert werden. Der artenschutzrechtliche Ausgleich wird zusammen mit LandwirtInnen über Blühstreifen und extensiven Ackerbau umgesetzt. Die Bayerische KulturLandStiftung schließt dabei Bewirtschaftungsverträge über mindestens fünf Jahre ab und übernimmt die institutionelle Sicherung für den Eingriffsverursacher.
Weitere Informationen zum Planfeststellungsverfahren finden Sie auf der Homepage der TenneT TSO GmbH.
Herr Himmler leitet die Stiftung seit 2014. Er koordiniert und begleitet die vielfältigen Projekte der Stiftung.