Sommer-Adonisröschen –
Adonis aestivalis

Im Zuge des Projekts „Vielfalt für Sand- und Kalkscherbenäcker im Landkreis Roth“ kürt die Bayerische KulturLandStiftung zusammen mit dem Landratsamt Roth monatlich das „Ackerwildkraut des Monats“. Im Mai stellen wir das Sommer-Adonisröschen vor:

Das Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis) gehört zu den markantesten Ackerwildkräutern unserer Kulturlandschaft. Es wächst aufrecht, ist im oberen Bereich des Stängels manchmal verzweigt und wird bis zu 60 cm hoch. Die auffälligen Blüten sind orangerot, selten auch hellgelb gefärbt und haben eine dunkle Verfärbung an der Basis. Die ebenso auffälligen hellgrünen Früchte sind bis zu 3 cm lang und bestehen aus mehreren kleineren spitzen Einzelfrüchten, die dicht zusammensitzen. Daher erinnern die Früchte ein wenig an kleine grüne Zapfen. Im Fachjargon wird dieser Fruchttyp passenderweise als Sammelnussfrucht bezeichnet.

 

Bayerische KulturLandStiftung

Das Sommer-Adonisröschen produziert reichlich Pollen und ist daher eine wichtige Pflanze für Insekten. Mit ihrer auffälligen Blütenfarbe lockt das Ackerwildkraut verschiedene Bienen-, Schwebfliegen-, Fliegen- und Käferarten an, diese bestäuben das Ackerwildkraut und werden dafür mit Pollen belohnt.

Wer das Sommer-Adonisröschen in einem Acker findet, dem verrät es einiges über den Standort. Denn es ist ein Trocknis- und Stickstoffarmutzeiger. Außerdem weist es auf einen Kalkstandort hin. Der Boden ist in der Regel lehmig bis tonig sowie meist steinig und flachgründig. Somit ist das Sommer-Adonisröschen ein Ackerwildkraut, dass vor allem auf ertragsschwachen und meistens extensiv bewirtschafteten Äckern oder entlang des Ackerrandes auftritt.

 

Bayerische KulturLandStiftung

Wie viele andere Hahnenfußgewächse, zu denen auch das Sommer-Adonisröschen gehört, ist die Pflanze giftig.

Sowohl in Bayern als auch bundesweit ist das Sommer-Adonisröschen selten und stark gefährdet. Im Landkreis Roth kann das Ackerwildkraut noch auf einigen Ackerflächen im Süden des Landkreises gefunden werden. Im Projekt „Vielfalt für Sand- und Kalkscherbenäcker im Landkreis Roth“ wird das Sommer-Adonisröschen zusammen mit anderen Ackerwildkräutern durch eine angepasste Bewirtschaftung von Äckern durch engagierte landwirtschaftliche Betriebe zusammen mit dem Landratsamt Roth und der Bayerischen KulturLandStiftung gefördert.

Hier gibt es weiterführende Infos zum Sommer-Adonisröschen:

Ökologie: https://floraweb.de/php/oekologie.php?name-use-id=76

Artbestimmung: https://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Hahnenfuss/adoni_rot.htm#Sommer-%20Adonisr%C3%B6schen

 

Quellenangaben:

Bundesamt für Naturschutz (o.J.): Floraweb. Artsteckbrief zu Adonis aestivalis L. (Sommer-Adonisröschen) (abgerufen am 12.05.2026).
Link: https://floraweb.de/php/artenhome.php?name-use-id=76

Kästner, A., Jäger, E.J. & Schubert, R. (2001): Handbuch der Segetalpflanzen Mitteleuropas. Springer Verlag Wien GmbH.

Klotz, J., Fleischmann, A., Ruff, M., Niederbichler, C., Scheuerer, M., Wagner, I., Woschée, R., Gilck, F., Zehm, A. (2024): Rote Liste Bayern – Farn- und Blütenpflanzen (Gefäßpflanzen – Trachaeophyta). Bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg.

Müller, F., Ritz, C. M., Welk, E. & Wesche, K. (2021): Rothmaler – Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. 22. Auflage. Springer Spektrum, Berlin.