Praxisbroschüre und Saatgutvermittlung Ackerwildkräuter

Das Vorhaben knüpft an das Projekt „Ackerwildkräuter für Bayerns Kulturlandschaft“  (2016–2020) an. Während der Projektlaufzeit (01.03.21–28.02.22) wird eine Broschüre zur Implementierung des Ackerwildkrautschutzes in der Praxis entwickelt und gebietseigenes Saatgut gefährdeter Ackerwildkrautarten vermittelt.

Praxisbroschüre

Im Projekt wird naturraumspezifisches Saatgut der Acker-Lichtnelke vermittelt.
© BKLS
Die Praxisbroschüre soll zu einer deutlichen Erleichterung der Planung und Umsetzung von Wiederansiedlungsmaßnahmen gefährdeter Ackerwildkrautarten führen und sich insbesondere an LandschaftsplanerInnen und Genehmigungsbehörden richten. Schwerpunktmäßig werden Optionen für die Integration des Segetalartenschutzes in Kompensationsvorhaben dargestellt. Die Broschüre kann ein wichtiger Baustein dafür werden, dass der Schutz für Ackerwildpflanzen über die derzeit oft nischenorientierte Beratung einen wesentlich breiteren Eingang in die Planungspraxis findet. Sie soll darüber hinaus aber auch für Akteure in Landwirtschaft und Naturschutz eine wichtige Informationsquelle über Artenschutzmaßnahmen in der Agrarlandschaft darstellen.

Saatgutvermittlung

Aus dem Projekt „Ackerwildkräuter für Bayerns Kulturlandschaft“ steht gebietseigenes Saatgut gefährdeter Ackerwildkrautarten zur Verfügung. Die Samen wurden innerhalb ausgewählter Naturraum-Einheiten gesammelt und vermehrt und dürfen nur in diesen Regionen auf passenden Standorten ausgebracht werden. Im Rahmen der Saatgutvermittlung arbeitet die Bayerische KulturLandStiftung mit KooperationspartnerInnen vor Ort zusammen, um geeignete Empfängerflächen und Zielarten auszuwählen. Zusammen mit engagierten LandwirtInnen, Naturschutzbehörden, dem LPV Main-Spessart, der Biobauern Naturschutz Gesellschaft und dem Projekt Ackerwert konnten im Herbst 2021 bereits 28 Zielarten auf 39 Äckern ausgesät werden.
 
Aktuell steht noch folgendes Saatgut zur Verfügung, das nach Absprache mit der Bayerischen KulturLandStiftung kostenlos abgegeben wird:
  • Fränkische Alb: Papaver argemone (Sand-Mohn) und Silene noctiflora (Acker-Lichtnelke)
  • Mittelfränkisches Becken: Arnoseris minima (Lämmersalat), Papaver dubium (Saat-Mohn) und Teesdalia nudicaulis (Bauernsenf)
 
Darüber hinaus kann gebietseigenes Ackerwildkraut-Saatgut für ausgewählte Arten und Regionen bei der Firma Rieger-Hofmann und bei Johann Krimmer gekauft werden.

Informationen zu geeigneten Empfängerflächen und Aussaatmethoden sind in den Leitfäden zur ackerwildkrautfreundlichen Bewirtschaftung und Aussaat gefährdeter Ackerwildkräuter zusammengestellt.
 
Für Fragen und Anregungen zum Projekt steht Ihnen Marion Lang sehr gerne zur Verfügung!
 
Das Projekt wird vom Bayerischen Naturschutzfonds und der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert und in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Renaturierungsökologie der TU München umgesetzt.
 
© Bayer. Naturschutzfonds, rentenbank

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